Marius

Story:

Als mir der Vater einer Freundin im Juni 2011 gleich zwei 123er Kombis für 600€ anbot, war meine Versuchung groß sofort zu zuschlagen. Die Vernunft siegte allerdings und ich wollte mir zunächst Rat bei Experten holen. In der selben Woche fand der Stammtisch in Bremen statt.

Ich wurde freundlich empfangen und habe mit einigen Leuten sprechen können, die diese Wagen schon kannten und mir rieten: „Lass bloß die Finger davon!!“

Glücklich über diesen Tipp, konnte ich beruhigt nach Hause gehen, fand die Atmosphäre aber so gemütlich, dass ich zum nächsten Stammtisch wieder kommen wollte. Allerdings ausdrücklich mit der Aussage an die Teilnehmer: „Besorgt mir kein Auto! Ich bin Student und hätte diese Chance wahrgenommen, möchte aber im Moment nicht so viel Geld ausgeben.“

Wie könnte es aber anders sein: Dick streckte seine Fühler aus und fand bei einem Bekannten in Hamburg ein T-Modell. Am 30. September 2011 klingelte mein Telefon. Die ersten Worte: “ Marius, ich habe ein Auto für Dich.“ Na gut, angucken kann man ja mal. Also Geld eingepackt und mit Dick nach HH gefahren. Problem: Ich wurde am 1.10. am Handgelenk operiert,  hatte den linken Arm in Gips und musste ihn ständig hochhalten, so dass ich nur mit dem rechten Arm den Wagen bedienen konnte. Natürlich war das Fahrzeug in einigermaßen gutem Zustand. Dicks Sohn Nick fuhr auf dem Rückweg bei mir mit und hat immer die Schaltung betätigt. Ich sag Euch: Fahren, wenn man nur einen Arm zur Verfügung hat geht ohne Automatik sehr schlecht…

Als wir bei Dick waren, wurde der Wagen erstmal vom Müll befreit. Der Vorbesitzer war nicht sehr ordentlich. Ein Müllsack und Staubsaugereinsatz später sah er schon besser aus. Dabei haben wir drei Liter Öl unter den Sitzen gefunden, eine Bernsteinbrosche, diverse Landkarten, sehr viel Dreck und komischerweise eine Beweismittelkarte der Polizei mit dem Vermerk: „Spurensicherung beendet“. Offenbar wurde der Wagen beschlagnahmt und von der Polizei zwangsversteigert.

Ausstattung:

Fotos:

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